Claudia Ullrich-Fischer

Ich bin als dipl. Psychomotoriktherapeutin EDK in eigener Praxis im St. Galler Rheintal tätig. Schon während meiner Ausbildung wurde das Interesse am Autismus geweckt, sodass ich meinen Wissensdrang stetig nähre und meinen Wissensstand seitdem stetig erweitere. Dies sowohl im beruflichen Kontext, als auch im familiären Bereich mit einem selbstbetroffenen Kind. Neben den klassischen Psychomotoriklektionen im Einzel- und Gruppensetting, sowie der integrierten Elternbegleitung, ist meine therapeutische Unterstützung zu einem recht grossen Teil auf Interventionen im Bereich der Autismus-Spektrum-Störung ausgelegt. Hierbei kommen verschiedene Therapiekonzepte zur Anwendung, als auch eine intensive Familienbegleitung, sowie Aufklärungs- und Unterstützungsangebote im schulischen Rahmen. Bereits vor meinem Umzug in die Schweiz im Jahr 2012 leitete ich eine eigene Praxis, welche stark auf die Förderung von Kindern und ihren Familien mit ASS ausgerichtet war. Schon damals war mir neben der eigentlichen therapeutischen Tätigkeit mit den Familien, eine verbesserte Aufklärung in allen Schichten wichtig. Dazu führte ich Weiterbildungen auf allen Schulstufen und -formen durch, als auch in Werkstätten und Wohnheimen für Menschen mit Behinderung. Auch der Bereich der Supervision für Schulbegleiter oder Integrationshelfer und 1:1 Betreuer wurde nach und nach eingeführt.

Nach unserem Umzug musste ich feststellen, dass es hier einen noch deutlich höheren Aufklärungsbedarf gab. Dies nicht nur auf Elternebene, sondern vor allem auf politischer Ebene. Es existierten faktisch kaum staatliche Finanzierungsmöglichkeiten zu den ohnehin kaum vorhandenen Unterstützungsangeboten. Da mein damaliger Arbeitgeber kein Interesse an „unbezahlten“ Therapien oder Beratungen hatte, startete ich 2018 mit den ersten autismusspezifischen Therapien im Nebenerwerb und änderte meine Arbeitsstruktur in eine eigene Praxis im Sommer 2020.

In den vergangenen Jahren mehrten sich in meiner Praxis die Vorstellungen von Familien, bei deren Kindern eine ganz besondere Art des Autismus vorzuliegen schien. Die „klassischen“ Empfehlungen und Vorgehensweisen schienen nicht umsetzbar und teilweise gar erfolglos zu sein. Nach einer ausgedehnten Ursachensuche stiess ich auf das PDA Profil. Dieses gab mir eine sehr eindrückliche Erklärung für die doch teilweise sehr intensiven Emotionen, als auch die scheinbar bestehende Ignoranz gegenüber Konsequenzen. Um die Betroffenen und ihre Familien bedarfsgerecht zu unterstützen möchte ich mich bei FAPDA zum einen für deutlich mehr Aufklärung und Akzeptanz in der Gesellschaft, vor allem im schulischen Rahmen, als auch für die Entwicklung eines erfolgreichen und umsetzbaren Therapiekonzeptes einsetzen.

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